Neue Selbstverpflichtung zu Jugendschutz bei Handys

Bundesweites Jugendschutz-Maßnahmenpaket deutscher Mobilfunkanbieter
heute in Mainz vorgestellt

Heute haben die führenden Mobilfunkanbieter in
Deutschland und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia
Diensteanbieter e.V. (FSM) nach intensiven Verhandlungen mit den
Jugendministerien der Länder, vertreten durch das Land Rheinland-Pfalz,
eine freiwillige Selbstverpflichtung zu mehr Jugendschutz im
Mobilfunkbereich vorgestellt.

Bei den beteiligten Mobilfunkunternehmen handelt es sich um Debitel,
E-Plus, Mobilcom, Talkline, T-Mobile, O2 und Vodafone. Die
Selbstverpflichtung und die darin enthaltenen Maßnahmen zur
Nutzeraufklärung sowie zur Förderung der Medienkompetenz werden in einem
Beschluss der Jugendministerkonferenz ausdrücklich begrüßt. Das
gemeinsam umzusetzende Maßnahmenpaket beinhaltet konkrete Vorgaben zur
Verbesserung des Jugendmedienschutzes im Bereich des Mobilfunks. Neben
klaren Bestimmungen zur Informationsvermittlung hinsichtlich Kinder- und
Jugendangeboten sollen auch eine kostenfreie Hotline unter einer
gemeinsamen Nummer sowie das Anbieten einer optionalen Internet-Sperre
umgesetzt werden.

Die freiwillige Selbstverpflichtung zu einem verbesserten Jugendschutz
im Mobilfunk ist das Ergebnis von Verhandlungen mit den
Jugendministerien der Länder und stellt das Ergebnis eines „Runden
Tisches“ zum Thema Jugendschutz und Prävention im Internet und Mobilfunk
dar, der sich im Frühsommer 2006 auf Initiative des
rheinland-pfälzischen Bildungs- und Jugendministeriums konstituiert
hatte. Staatssekretärin Vera Reiß bezeichnete die Selbstverpflichtung
als wichtiges Etappenziel zur Verbesserung des Jugendmedienschutzniveaus
im Mobilfunk: „Mit dieser Selbstverpflichtung der Mobilfunkunternehmen
kommen wir dem Ziel näher, Kinder und Jugendliche vor jugendgefährdenden
Inhalten zu schützen, die mit internetfähigen Handys verschickt und
empfangen werden. Ich begrüße es ausdrücklich, dass gerade die Eltern
über die Gefahren der Nutzung von Handys durch die Anbieter verstärkt
aufgeklärt werden sollen. Darüber hinaus stellen die angebotenen
Möglichkeiten, den Zugang zum Internet und das Empfangen und Senden von
multimedialen Bildern an den Handys ihrer Kinder zu sperren, einen
ersten Schritt dar, den technischen Jugendschutz im Mobilfunk
weiterzuentwickeln.“

Auch die Geschäftsführerin der FSM, Sabine Frank, unterstrich die gute
Zusammenarbeit zwischen staatlicher Stelle und Unternehmen: „Die in der
neuen Selbstverpflichtung festgehaltenen Maßnahmen machen deutlich, dass
ein Zusammenwirken von Staat und Wirtschaft im Bereich der freiwilligen
Selbstkontrolle effektiv funktioniert, um eine Verbesserung des
Jugendmedienschutzniveaus zu erreichen. Die Selbstverpflichtung schreibt
der FSM eine wichtige Rolle hinsichtlich der Umsetzung und Koordinierung
der einzelnen Maßnahmen für unsere Mitglieder zu. Wir freuen uns, die
vorgestellten Maßnahmen mit den beteiligten Unternehmen nun in die Tat
umsetzen zu können.“

In Zukunft sollen weitere Schritte gemeinsam mit den Ländern unter
Fortführung des „Runden Tisches“ erarbeitet werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Maja Aschibokow, Freiwillige
Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e. V., Tel. 030 – 24 04 84
43, E-Mail: aschibokow@fsm.de

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